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Gedenktag

Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer am 19.11.2017

Am 26. Oktober 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen gemeinsam mit der WHO den dritten Sonntag im November zum offiziellen Datum für den Weltgedenktag. Laut einem aktuellen Bericht der OECD sterben jedes Jahr weltweit ungefähr 1,3 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen, rund 50 Millionen werden schwer verletzt.

2016 kamen in Deutschland 3.206 Menschen im Straßenverkehr ums Leben; das war zwar für die Bundesrepublik ein historisches Tief, ist aber trotzdem eine viel zu große Zahl. Vor allem wenn man bedenkt, welches menschliche Leid damit verbunden ist.

Von Januar bis August 2017 wurden durch die Polizei 1,7 Millionen Verkehrsunfälle erfasst, dabei kamen 2.122 Menschen ums Leben.

Auch in Thüringen verringerte sich 2016 die Zahl der Verkehrstoten, stieg aber im Vergleichszeitraum Januar bis August 2017 wieder leicht an, auf 77, ebenso die Zahl der Verletzten (5735) und der Unfallzahlen.

Nach wie vor ist im Freistaat überhöhte und nichtangepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache. Wenn den Jagdbergtunnel bei Jena ein Kraftfahrer mit 225 km/h statt zugelassener 80 km/h passiert, dann ist das kriminell und gefährdet das Leben anderer Menschen.

Bedenklich ist außerdem, dass besonders bei den schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern und Fußgängern die Zahl der Betroffenen steigt.

Sicherheit im Straßenverkehr ist keine Selbstverständlichkeit. Seit Jahren setzen sich in Thüringen die Landesverkehrswacht und 23 aktive Orts- und Kreisverkehrswachten mit Schulungen, Verkehrssicherheitstagen, Projekten und Aktionen für die Verbesserung der Kenntnisse und des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer ein. Besonders jetzt, in der kalten Jahreszeit sollten sich alle Verkehrsteilnehmer strikt an den § 1 der STVO halten: Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme und ihr Fahrzeug auf Winterbetrieb umrüsten.

Landesverkehrswacht Thüringen
Dr. Gudrun Lukin
Landesvorsitzende 

 

Unter der Schirmherrschaft der „European Federation of Road Traffic Victims” (FEVR) findet seit 1995 der „Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer“ statt. Ins Leben gerufen wurde er zwei Jahre früher von der britischen Initiative „Road Peace“. Seitdem hat er sich zu einer globalen Initiative entwickelt, die sowohl von Regierungen als auch Nichtregierungsorganisationen und Einzelpersonen unterstütz wird. Am 26. Oktober 2005 erklärte dann die Generalversammlung der Vereinten Nationen gemeinsam mit der WHO den dritten Sonntag im November zum offiziellen Datum für den Weltgedenktag.