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Was bei der Fahrradbremse zu beachten ist

Bremse muss sein

Fahrräder müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen haben. So steht es in Paragraf 65 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Ältere Fahrräder besitzen oft nur eine Rücktrittbremse oder Felgenbremse mit einer schlechteren Bremsleistung als moderne Anlagen. Schon bei niedrigen Geschwindigkeiten kann das riskant sein, wenn das Rad in einer Gefahrensituation nicht rechtzeitig zum Stehen kommt. Wer also noch einen „Klassiker“ fährt, sollte die Bremsanlage gegebenenfalls nachrüsten: Einfache Seitenzugbremsen können an den meisten Fahrradrahmen nachträglich angebracht werden. Genutzt wird dafür eine Bohrung, die auch für das Anbringen von Schutzblechen verwendet wird. Diese befindet sich vorne dort, wo die beiden Gabelarme zusammenlaufen, und hinten oft an der Querverbindung der Sitzstreben.

Bremsen, aber richtig!

Die Leistung moderner Bremsen ist hoch. Bei hydraulischen Felgenbremsen, V-Brakes oder Scheibenbremsen braucht es wenig Kraft für viel Verzögerung – ein kräftiger Bremsgriff blockiert dann rasch die Räder und hebt den Radler aus dem Sattel. Wer die neuen Bremsen noch nicht kennt, sollte sie dosiert einsetzen und prüfen, wie sich das Rad dabei verhält. Eine Hilfe kann sein, den Bremshebel nicht mit der ganzen Hand, sondern nur mit zwei Fingern zu betätigen. Dosiert bremsen ist auch bei rutschigem Untergrund wichtig, da die Haftung der Reifen nachlässt. Beachten Sie bei Bremsvorgang immer Geschwindigkeit und Gewicht. Bergab, mit viel Gepäck oder hohem Tempo verringert sich die Bremsleistung. Auch beim zügigen Abbiegen sollte bereits vor der Kurve die Geschwindigkeit entsprechend verringert sein, um seitliches Wegrutschen zu vermeiden.

Pflege an der Felge

Bremsen müssen regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden, um ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten. Während Trommel- und Scheibenbremsen weitgehend zuverlässig und wartungsarm sind, verschleißt die weit verbreitete Felgenbremse schneller und muss öfter überprüft werden. Das liegt vor allem an ihrer Funktionsweise: Ein Bremsklotz drückt auf die Flanke der Felge und verringert so die Geschwindigkeit der Drehbewegung. Dadurch reiben die Beläge ab und müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Wer Aluminiumfelgen besitzt, muss wissen, dass sich diese ebenfalls abnutzen und die Felgenwand dann einreißen kann. Viele Aluminiumfelgen haben als Verschleißindikator eine eingefräste, meist farbige Rille in der Flanke. Ist diese Rille durch die Abnutzung beim Bremsen nicht mehr zu sehen, muss der Radler die Felge austauschen.

Quelle: www.Deutsche-Verkehrswacht.de
            Pressetext: Frau Herlan