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Deutsche Verkehrswacht fordert mehr Sicherheit bei Fahrradinfrastruktur

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) hat auf ihrer Hauptversammlung am 16. Juni in Köln die Planungs- und Baubehörden aufgefordert, die Infrastruktur für Radfahrer allgemein verständlich zu gestalten. Immer wieder würde gegen die vorliegenden Regelwerke verstoßen. Eine korrekte Anwendung könnte aber beispielsweise Unfälle verhindern, die durch ungünstige Verkehrsführung vor Ort entstehen. Unnötige und verwirrende Lösungen bei Radverkehrsanlagen müssten entfernt und die vielen unterschiedlichen Führungsformen auf ein notwendiges Maß reduziert werden.

Nicht selten herrsche Unkenntnis bei Entscheidungsträgern über den Sicherheitsgewinn einiger Radverkehrsanlagen oder es würden schnelle und kostengünstige Lösungen für Radverkehrsführungen umgesetzt. Diese nehmen mittlerweile vielfältige und oft schwer verständliche Formen an, deren richtige oder sichere Benutzung darum nicht ohne weiteres erwartet werden kann. Beispiele sind nicht-benutzungspflichtige Radwege oder Schutzstreifen auf der Fahrbahn. In der Folge entstehen regelmäßig Konfliktsituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern.

„Wir brauchen eine kritische Prüfung der bestehenden Radinfrastruktur und gegebenenfalls eine Neugestaltung“, sagte DVW-Präsident Kurt Bodewig. Grundlage sollten die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (EFR) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) sein. Wichtig sei immer, dass die Benutzung leicht verständlich ist und unnötige Verkehrsführungen sowie weitere Führungsformen vermieden werden. Nach Ansicht der DVW sollten darum Radwege, deren Benutzungspflicht aufgehoben ist, zurückgebaut werden. Genauso sollen Schutzstreifen nur in sinnvollen Fällen Anwendung finden, da sie meist eine Kompromisslösung darstellen, wo Radwege oder Radstreifen notwendig wären, aber nicht errichtet werden können.

 

Quelle: Deutsche Verkehrswacht
Autor: Frau Herlan