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Erwachsene Verkehrsteilnehmer

Die Landesverkehrswacht Thüringen e.V. mit ihren Orts- und Kreisverkehrswachten und ihren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern, leisten ihren Beitrag dazu, die Mobilität auf Thüringens Straßen sicherer zu machen und die Zahl der Unfallopfer zu verringern.
Nahezu alle Aktiven arbeiten ehrenamtlich in der Verkehrsaufklärung und Unfallprävention.  Die Verkehrswachten erreichen mit ihren Programmen, Aktionen und Veranstaltungen jährlich rund 100.000 Menschen und sind mit ihrer Arbeit flächendeckend in ganz Thüringen präsent.
Der Ansatzpunkt für alles Tun der Landes- bzw. der Orts- und Kreisverkehrswachten ist der Mensch. Das oberste Ziel bei der Gestaltung von Mobilität ist: die Unversehrtheit eines jeden einzelnen Verkehrsteilnehmers.
Die Landesprojekte richten sich an alle Zielgruppen, das heißt, sie definieren und klassifizieren die Verkehrsteilnehmer nach ihrem Alter und der Art ihrer Verkehrsteilnahme, angefangen bei Vorschulkindern und Schulkindern über jugendliche Radfahrer und junge Autofahrer bis hin zu älteren Menschen. Jede dieser Zielgruppen ist durch bestimmte Gefährdungspotenziale charakterisiert, die mit Hilfe von vielfältigen Aktionen, lebendigen, abwechslungsreichen Programmen, Projekten und Veranstaltungen abgebaut werden sollen.
Persönliche Ansprache, Information, Aufklärung, sowie eigenes erleben, erkennen und erfahren sollen jeden einzelnen Verkehrsteilnehmer sensibilisieren und motivieren, sich partnerschaftlich, rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst im Straßenverkehr zu verhalten.

 

Sicher unterwegs in Thüringen - Verkehrssicherheitstage

Zielgruppe:
Alle Verkehrsteilnehmer, vom Kind über die Fußgänger,  Radfahrer, junge Kraftfahrer, ältere Kraftfahrer, Senioren.

Ziel:
Mit diesem Projekt werden Verkehrssicherheitsveranstaltungen in den Kommunen durchgeführt. Das besondere Anliegen dieser Veranstaltungen ist es vor Ort möglichst alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen, für Verkehrssicherheit zu werben, aufzuklären, zu sensibilisieren, zu informieren.

Inhalt:
Inhalte der verkehrserzieherischen und verkehrsaufklärenden Aktion sind vorrangig Geschwindigkeit, Anschnallpflicht, Alkohol, Drogen, Medikamente, Ablenkung, Müdigkeit und Sichtbarkeit.

Der Einsatz der Aktionselemente:

  • Gurtschlitten
  • Fahrsimulator
  • Motorradsimulator
  • Überschlagsimulator
  • Bremssimulator
  • Verkehrsmobil
  • Reaktionstestgerät "Lenken statt Ablenken"
  • Fahrradsimulator

dienen dazu, erlebnisorientiert richtiges Verhalten zu trainieren, über mögliche Gefahren aufzuklären und eigene Erfahrungen im Simulator zu machen. Unterstützend beteiligen sich an den Aktionstagen Polizei, Fahrlehrer, Kfz-Sachverständige.

Umsetzer:
Landesverkehrswacht Thüringen
Orts- und Kreisverkehrswachten

Verkehrsteilnehmerschulungen

„Mit Sicherheit informiert sein“
Eine Kooperation mit dem TÜV Thüringen e.V.

Zielgruppe:
Verkehrsteilnehmer aller Altersgruppen, die im Besitz eines Führerscheins sind.
Jeder an Verkehrssicherheit Interessierte.

Ziel:
Jeder Verkehrsteilnehmer, ob Fußgänger, Radfahrer , jüngerer oder älterer Kraftfahrer sollte auf der Basis der Freiwilligkeit die Chance und Gelegenheit haben, seine Erfahrungen auszutauschen, neues Wissen zu erwerben, beraten und aufgeklärt zu werden.

Inhalt:
Änderungen und Ergänzungen in der StVO
Technische Ausstattungen am PKW und deren Bedeutung und Wirkungsweise
Gesetzlich, juristisch, strafrechtlich relevante Themen
Erfahrungsaustausch zu Fragen Verantwortung und gegenseitiger Rücksichtnahme
Verhaltensziele setzen
Fragen des Umweltschutzes und Mobilität
Entwicklungspsychologische Verhaltensweisen von schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Kinder, Behinderte und ältere Menschen werden im gemeinsamen Gespräch aufgezeigt.

Umsetzer:
Eine Kooperation mit dem TÜV Thüringen e.V.
Kreis- und Ortsverkehrswacht

Ablenkung

Ausgangssituation
Bei der polizeilichen Ermittlung von Unfallursachen wird Ablenkung nicht als Unfallursache erfasst. Ablenkung lässt sich im Nachhinein auch schwer als Unfallursache nachweisen. Dennoch wird schätzungsweise jeder 10. Unfall durch Ablenkung verursacht. In einer repräsentativen Umfrage des DVR gab jeder zweite Autofahrer an, durch Ablenkung schon einmal in eine brenzlige Situation geraten zu sein (Quelle: Kampagne Runter vom Gas – Fakten zum Thema Ablenkung im Straßenverkehr).

Die BASt hat eine Definition für Ablenkung im Straßenverkehr: „Man spricht von Ablenkung durch fahrfremde Tätigkeiten, wenn der Fahrer seine Aufmerksamkeit von der Fahraufgabe abwendet und zeitlich begrenzt auf ein Objekt, ein Ereignis oder eine Person richtet.“

Experten unterscheiden drei Arten von Ablenkung: visuelle, motorische und mentale Ablenkung. Ist der Blick nicht auf das Verkehrsgeschehen gerichtet, ist der Fahrer praktisch im Blindflug unterwegs. Das sind bei 50km/h 14 Meter in einer Sekunde.

Bei motorischer Ablenkung durch Tätigkeiten wie Essen, Trinken, Rauchen können Verkehrsteilnehmer auf unvorhergesehene Ereignisse nicht mehr angemessen reagieren.
Besonders unterschätzt wird die mentale Ablenkung. Ein angespanntes Gespräch mit dem Beifahrer, starke Emotionen oder Stress können den Verkehrsteilnehmer stark ablenken, so dass er das Verkehrsgeschehen nicht vollständig erfasst, richtig eingeschätzt und in kritischen Situationen viel zu langsam reagiert.Dass bedeutet auch, dass das Telefonieren auch mit Freisprechanlage zu den gefährlichsten Nebentätigkeiten beim Autofahren zählt.

Zielgruppe:
Verkehrsteilnehmer als Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer

Ziel:
Mit diesem Projekt sollen die Verkehrsteilnehmer für die Gefährlichkeit der Blickabwendung beim Autofahren/Radfahren/ zu Fuß gehen sensibilisiert werden.

Themenschwerpunkte:

Visuelle, motorische und mentale Ablenkungen.
1. SMS schreiben oder lesen
2. Bedienung von Navigations- und Fahrzeugeinrichtungen
3. im Internet surfen/ soziale Netzwerke
4. Telefonieren
5. Betreuung von Kindern/Mitfahrern/ Tieren
6. Rauchen /Essen/Trinken
7. Gespräche mit Mitfahrern
8. Kosmetik und Körperpflege.