Thüringer Verkehrssicherheitsforum 2026 setzt auf jährliche Aufklärung für junge Fahrer 30.09.2026 Ein starkes Zeichen für mehr Sicherheit auf Thüringens Straßen: An der Staatlichen Berufsbildenden Walter-Gropius-Schule in Erfurt wurde das Thüringer Verkehrssicherheitsforum 2026 durchgeführt. Staatssekretär Dr. Tobias J. Knoblich aus dem Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur (TMDI) gab den Startschuss für eine wichtige Neuerung: Ab diesem Jahr findet das Forum nicht mehr wie bisher alle zwei Jahre, sondern jährlich statt. Die Landesverkehrswacht Thüringen e.V. (LVW) gestaltete den Aktionstag als zentraler Partner gemeinsam mit einem starken Netzwerk aus Polizei, ADAC, TÜV Thüringen, Dekra und weiteren Partnern und Vereinen, um die jungen Erwachsenen direkt vor Ort zu sensibilisieren. Nach der offiziellen Eröffnung in der Aula durch Staatssekretär Dr. Knoblich wurde den Schülerinnen und Schülern in intensiven Fachvorträgen vor Augen geführt, wie schnell aus Unachtsamkeit oder Leichtsinn folgenschwere Ernstfälle werden. Unterstützt durch die Polizeiinspektion Thüringen wurde der Risikofaktor Mensch in einer Gruppenarbeit analysiert, unterstützt vom neuen E-Scooter-Simulator der Landesverkehrswacht. Manfred Grund von der Fahrschule Wagner informierte über KFZ-Technik und gab Auskunft zum Fahrerlaubnisrecht ab 17 Jahren (BF17). Der Lichthof im ersten Obergeschoss verwandelte sich in eine lebendige Informationsmeile. Das Ministerium TMDI, die LVW Thüringen und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) präsentierten hier unter anderem eine moderne Multimedia-Säule, die digitale Aufklärungsangebote direkt erlebbar machte. Auf dem Gelände und im Schulgebäude wartete ein vielseitiges Programm zur Selbsterfahrung auf die Jugendlichen: Die Kräfte eines Aufpralls: Am Überschlagssimulator (betreut vom TÜV Thüringen und der LVW) sowie am Gurtschlitten (Verkehrswacht Wartburgkreis/Eisenach) erlebten die Schüler hautnah, wie lebensrettend der Sicherheitsgurt schon bei geringen Geschwindigkeiten ist. Virtuell am Steuer: Verschiedene Simulatoren forderten das fahrerische Können heraus. Die DEKRA war mit einem Fahrsimulator vor Ort, während die Landesverkehrswacht Thüringen sowohl einen PKW-Simulator als auch einen Motorrad-Simulator bereitstellte. Gefahren im Blick: Die Verkehrswacht Nordhausen simulierte gemeinsam mit dem ADAC Hessen-Thüringen eindrucksvoll das Risiko von Ablenkungsfahrten (z. B. durch das Smartphone). Der Parcours mit den Rauschbrillen der LVW Thüringen zeigte zudem unmissverständlich, wie Alkohol und Drogen die Wahrnehmung verzerren. Auch die schwächeren Verkehrsteilnehmer kamen nicht zu kurz: Fahrrad & E-Scooter: Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) bot eine Fahrradwerkstatt an. Die Firma ABZ-Nutzfahrzeuge klärte praxisnah über die richtige Nutzung von E-Scootern und die oft unterschätzte Gefahr von Dooring-Unfällen (Kollisionen mit plötzlich geöffneten Autotüren) auf. Der Tote Winkel: Die Spedition Dachser demonstrierte eindrucksvoll an einem Großfahrzeug, wie schnell Fußgänger und Radfahrer im Toten Winkel für LKW-Fahrer unsichtbar werden. Ein starkes Netzwerk für sichere Straßen Die Landesverkehrswacht Thüringen bedankt sich bei der Schulleitung der Walter-Gropius-Schule sowie bei allen beteiligten Partnern für den reibungslosen Ablauf und das großartige Engagement. Mit dem neuen jährlichen Turnus blicken wir motiviert auf die kommenden Stationen des Thüringer Verkehrssicherheitsforums, um die Vision Zero – keine Verkehrstoten auf unseren Straßen – gemeinsam Realität werden zu lassen. Fotos: Marie Hauschild (TMDI), Jens Finger (LVW Thüringen)